Mitochondrien

Mitochondrien sind eine intrazelluläre Struktur, die 95% der Zellenergie erzeugt und eine wichtige Rolle im Schutz der Zelle vor oxidativem Stress spielt. Stressfaktoren des Lebensstils und der Umwelt können die Mitochondrienfunktion verändern und somit das Einsetzen von Krankheitsprozessen innerhalb des Körpers bewirken. Ihre Mitochondrien haben einen enormen Einfluss auf Ihre Gesundheit – insbesondere auf die Entstehung von Krebs – und die Optimierung des Mitochondrienstoffwechsels könnte tatsächlich im Mittelpunkt einer effektiven Krebsbehandlung stehen.

Die Wichtigkeit eines optimierten Mitochondrienstoffwechsels

Mitochondrien sind winzige Organellen, von denen angenommen wird, dass sie ursprünglich aus Bakterien entstanden sind. Rote Blutkörperchen und Hautzellen verfügen über sehr wenige oder keine von ihnen, während Keimzellen 100.000 aufweisen. Die meisten Zellen haben jedoch 2.000. Sie stellen die primäre Energiequelle Ihres Körpers dar.

Damit Ihre Organe angemessen arbeiten können, benötigen Sie Energie – Energie, die von den Mitochondrien produziert wird.

Da die Mitochondrienfunktion das Herzstück aller Prozesse im Körper darstellt, ist ihre Optimierung – und die Vorbeugung mitochondrialer Dysfunktion, indem darauf geachtet wird, dass Sie alle wichtigen Nährstoffe und Vorstufen zu sich nehmen, die Ihre Mitochondrien benötigen – von äußerster Wichtigkeit für Ihre Gesundheit und zur Prävention von Krankheiten.

So ist beispielsweise eine der universellen Charakteristiken von Krebszellen eine starke mitochondriale Dysfunktion mit einem radikalen Rückgang der Anzahl an funktionstüchtigen Mitochondrien.

Der deutsche Mediziner Dr. Otto Warburg verfügte über einen Doktortitel in Chemie. Die meisten Experten sehen Warburg als den größten Biochemiker des 20. Jahrhunderts an.

Er erhielt 1931 den Nobelpreis für die Entdeckung, dass Krebszellen Glukose als Quelle zur Energieproduktion verwenden. Dieser Vorgang wird auch als der „Warburg Effekt“ bezeichnet und leider wird er bis heute von den meisten Experten gänzlich ignoriert.

Wie Mitochondrien Energie produzieren

Um Energie zu produzieren, benötigen Ihre Mitochondrien Sauerstoff aus der Luft, die Sie einatmen, Fett und Glukose aus der Nahrung, die Sie zu sich nehmen.

Diese beiden Prozesse — atmen und essen — werden in einem Prozess namens oxidative Phosphorylierung vereint. Das ist, was die Mitochondrien verwenden, um Energie in Form von ATP zu erzeugen.

Ihre Mitochondrien verfügen über eine Reihe von Elektronentransportketten, in denen sie Elektronen aus der reduzierten Form der Nahrung, die Sie essen, sammeln, um sie mit Sauerstoff aus der Luft, die Sie einatmen, zu kombinieren und so Wasser zu erzeugen.

Dieser Prozess treibt Protonen über die Mitochondrienmembran, wodurch ATP (Adenosintriphosphat) aus ADP (Adenosindiphosphat) regeneriert wird. ATP ist Träger der Energie innerhalb Ihres Körpers.

Durch den Prozess werden aber auch Nebenprodukte wie die reaktive Sauerstoffspezies oder Sauerstoffradikale (ROS) erzeugt, die die Zellen und Ihre mitochondriale DNA beschädigen, die anschließend in ihre nukleare DNA transferiert werden.

Es kommt also zu einer Art Tauschhandel. Bei der Erzeugung von Energie altert Ihr Körper gleichzeitig durch die schädlichen Aspekte, die durch die Erzeugung von ROS entstehen. Wie schnell Ihr Körper altert, hängt damit zum Großteil davon ab, wie gut Ihre Mitochondrien arbeiten und wie stark der Schaden mit Hilfe einer Ernährungsumstellung eingeschränkt werden kann.

Die Rolle der Mitochondrien bei Krebs

Sind Krebszellen präsent, so sendet die reaktive Sauerstoffspezies, die als Nebenprodukt der ATP-Produktion entsteht, für gewöhnlich ein Signal, dass einen Prozess zellulären Selbstmordes bewirkt, der auch als Apoptose bekannt ist.

Da Sie täglich Krebszellen erzeugen, ist das etwas Gutes. Indem beschädigte Zellen abgetötet werden, kann Ihr Körper sie eliminieren und durch gesunde Zellen ersetzen.

Manche Krebszellen sind jedoch immun gegen diese Suizidanweisung und verfügen über einen eingebauten Abwehrmechanismus dagegen, wie Dr. Warburg und später Thomas Seyfried, der umfassende Forschung im Bereich von Krebs als Stoffwechselerkrankung durchführte, argumentierten.

Krebs kann in einer sauerstoffreichen Umgebung nicht überleben, was bedeutet, dass so viel Sauerstoff in die Zellen gepumpt werden sollte, wie möglich.

Ihre Mitochondrien füttern

Zu den Nährstoffen, die die Mitochondrien stärken, zählen Vitamin D, Folsäure, Pyridoxin (B6), Vitamin B12, Zink, CoQ10 und Spurenelemente. Der Vitamin D Spiegel sollte zwischen 60-100 ng/ml liegen. Steigern Sie Ihr Vitamin D natürlich mit 20-60 Minuten Sonnenlicht täglich oder nehmen Sie ein Nahrungsergänzungsmittel mit emulgiertem Vitamin D3 ein. Ein rohes, Vollwert-Multivitamin, das eine große Menge an Folsäure, B6, B12, Zink, Spurenelementen & CoQ10 enthält sollte täglich konsumiert werden.

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